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Sozialrecht: Krankenkasse muss auch teure, mikroprozessorgesteuerte Beinprothese bezahlen

Nach § 33 SGB V haben gesetzlich versicherte Patienten Anspruch auf eine Hilfsmittelversorgung, die im Einzelfall erforderlich ist, um eine Behinderung auszugleichen. Das kann dazu führen, dass die gesetzilche Krankenkasse im Einzelfall auch eine sehr teure, mikroprozessorgesteuerte Oberschenkelprothese zum Preis von 48.185,65 € bezahlen muss. Das hat das Sozialgericht München entschieden. Die beklagte Krankenkasse war der Auffassung, ein deutlich günstigeres und einfacheres Modell sei völlig ausreichend. Kosten seien nur für Prothesen zu übernehmen, die ein “Basisgehvermögen” herstellten – so die Kasse. Dem widersprach das Gericht aber deutlich: Die Kasse muss einen “vollständigen funktionellen Ausgleich” anstreben.